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Oderberge Lebus

(DE 3553-301)

Das FFH-Gebiet Oderberge Lebus erstreckt sich südlich der Ortschaft Lebus und repräsentiert einen besonders markanten Steilabfall der Ostbrandenburgischen Platte zum Odertal. Das FFH-Gebiet ist seit 1967 Naturschutzgebiet und hat eine Größe von ca. 13 ha.


Im Verbreitungsschwerpunkt der Steppenrasen an den Oderhängen zwischen Seelow und Frankfurt (Oder) sind hier die kontinental geprägten Trockenrasen besonders großflächig zu verzeichnen. Neben den Oderhängen bei Mallnow weist das Gebiet die größten, zusammenhängenden kontinentalen Trockenrasenkomplexe des gesamten brandenburgischen Odertales auf. Das Gebiet beheimatet eine besonders bemerkenswerte Flora und eine reichhaltige Fauna. Vorherrschend sind an den ost- bis südostexponierten Hängen und auf den Hochflächen kontinentale Halbtrockenrasen und kontinentale Trockenrasen mit einer weitgehend vollständigen charakteristischen Artenkombination. Insbesondere sind die großflächigen Bestände des Adonisröschen-Fiederzwenken-Halbtrockenrasens mit reichen Beständen des Frühlings-Adonisröschens, Karthäuser-Nelke, Ährigem Blauweiderich, Berg-Haarstrang, Sichel-Luzerne und Gold-Aster erwähnenswert.

Adonisröschen


Weitere basiphil geprägte Trockenrasen finden sich an der ostexponierten Hangkante zum Odertal. Südexponierte Sand- und Besenginsterheiden wachsen mosaikartig zwischen Gehölzaufwuchs im südlichen Teil des Gebiets mit Arten, wie Besenheide, Gemeinem Bitterkraut, Sand-Strohblume und Pfriemgras.
Im Gebiet befinden sich die für das ganze norddeutsche Flachland bedeutendsten Standorte einiger kontinentaler Trockenrasenarten. Die stellenweise völlig vegetationsfreien, mehrere Meter hohen Mergelwände im Nordteil des Gebietes sind für Brandenburg einmalig und auch eine besonders bemerkenswerte Entomofauna ist hier charakteristisch.


Im Südteil des Gebiets befindet sich ein naturnaher Bachlauf mit Resten der Weichholzaue, wie Schwarz-Erle, Weiß-Weide, Gewöhnlicher Traubenkirsche, Hopfen, Großer Brennnessel sowie Arten der Bachröhriche, wie Wasserschwaden, Rohr-Glanzgras, Knotiger Braunwurz und Sumpf-Schwertlilie. Der Bachlauf mündet schließlich in einen großen Altarm der Oder, der eine bis an die Stadt Lebus reichende Halbinsel abtrennt. Dort findet sich das gesamte Spektrum der wechselfeuchten Auenwiesen mit Flutmulden, Frisch- und Feuchtwiesen, Staudenfluren, Röhrichten und Schlammfluren an den Ufern. Auf Teilflächen vollzieht sich derzeit die Regeneration des Weichholzauwaldes. Die Flussaue ist hier bedeutender Lebensraum von Fischotter und Biber. Im einmündenden Seitental des Altzeschdorfer Mühlenfließes finden sich fragmentarische Hangwaldbestände. Hier und in Gebüschstadien befinden sich bemerkenswerte Vorkommen des Zwerg-Lerchensporns.


Schutzziel und Schutzzweck werden durch die Naturschutzgebietsverordnung bestimmt. Darüber hinaus besteht der Schutzzweck in der Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse des Anhanges I der FFH-Richtlinie.


Zu erreichen sind die Oderberge Lebus auf der B 112 von Frankfurt (Oder) in Richtung Lebus bzw. von Lebus in Richtung Frankfurt (Oder) bis zum Kunersdorfer See, dann in den Waldweg in Richtung Landeslehrstätte für Natur und Umwelt Oderberge Lebus (LLN) bis zum Parkplatz. Danach ca. 300 m Fußweg.

Gebietssteckbrief [55 KB]


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