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Oderhänge Mallnow + Erweiterung Oderhänge Mallnow

(DE 3552-306) und (DE 3552-305)

Die nacheinander gemeldeten FFH-Gebiete Oderhänge Mallnow und Erweiterung Oderhänge Mallnow erfuhren im Rahmen der dauerhaften Sicherung von hier vorhandenen, zum großen Teil prioritären Lebensraumtypen gemäß FFH-Richtlinie die Ausweisung als NSG Oderhänge Mallnow mit einer Flächengröße von insgesamt 305 ha.


Das Naturschutzgebiet (NSG) liegt nördlich und nordwestlich der Ortschaft Mallnow an einem besonders markanten Steilabfall der Ostbrandenburgischen Platte zum Odertal. Im Verbreitungsschwerpunkt der Steppenrasen an den Oderhängen zwischen Seelow und Frankfurt (Oder) treten hier die kontinental geprägten Trockenrasen besonders großflächig auf. Sie weisen eine besonders bemerkenswerte Vegetation und eine reichhaltige Fauna auf.


Vorherrschend auf den Hochflächen sind kontinentale Halbtrockenrasen und Steppenrasen mit einer weitgehend vollständigen charakteristischen Artenkombination. Insbesondere sind die großflächigen Bestände des Adonisröschen-Fiederzwenken-Halbtrockenrasens mit reichen Beständen des Adonisröschens, Hügel-Meier, Gemeinem Zittergras, Sibirischer Glockenblume, Karthäuser-Nelke, Blauschillergras, Steppen-Fahnenwicke, Ährigem Blauweiderich und Wiesen-Kuhschelle hervorzuheben. Weitere bemerkenswerte Vertreter der Flora sind unter anderem Pfriemgras, Federgras, Wald-Weidenröschen, Gemeine Sommerwurz, Erd-Segge und Steppen-Segge, Leinblättriges Vermeinkraut und der aspektbildende Österreichische Lein. Die Nutzungsaufgabe von Flächen führte stellenweise zur sog. "Versaumung" der Trockenrasen, d.h., Arten trocken-warmer Säume, wie Schmalblättrige Wicke und Hirschwurz, bestimmen stärker das Vegetationsbild und deuten die weitere Entwicklung zu Gebüschen trockenwarmer Standorte und Kiefern-Traubeneichen- und Steppenkiefernwäldern an.


An die Trockenhänge schließen in den Talungen extensiv genutzte Äcker mit einer Ackerbegleit- und -randflora an. Darunter treten Arten wie Sommer-Adonisröschen, Einjähriger Ziest, Ackerröte, Kleine Wolfsmilch und Ackerschwarzkümmel auf.
Am Talhang sind zahlreiche Quellhorizonte, Quellaustritte und auf den anschließenden Grünlandflächen noch kleinere Feuchtwiesenbereiche vorhanden, die sich aus Sumpfdotterblumenwiesen, Großseggenrieden und Bachröhrichten zusammensetzen.


Die Fläche des NSG wird überwiegend von Biotopen nach Anhang I der FFH-Richtlinie eingenommen. Die Halbtrockenrasen sind stellenweise auch von Orchideenarten besiedelt und somit als prioritärer Lebensraum nach Anhang I zu bewerten. In der Tierwelt sind Zauneidechse, Moorfrosch, Grasfrosch, Erdkröte, Sandbienen, Blutweiderich-Langhornbiene, Mittlere Schlürfbiene sowie die Wegwespe vorhanden. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Großen Feuerfalters.
Schutzziel und Schutzzweck werden durch die NSG-Verordnung bestimmt.


Zu erreichen ist das Naturschutzgebiet aus Frankfurt (Oder) über die B 112 bis Lebus, dann weiter die B 167 an der Kreuzung Schönfließ rechts nach Mallnow.

Gebietssteckbrief [61 KB]

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